Fakten über meine Schwangerschaft

Heute wird’s am Blog sehr persönlich, denn es geht um meine bisherigen Erfahrungen in der Schwangerschaft. Ich habe den Blogpost gefühlte 1000 Mal umgeschrieben, weil ich nicht genau wusste, wie viel ich erzählen sollte und was für dich von Interesse sein könnte.

Da ich aber oftmals mit meinen Gedanken, Sorgen und Ängsten alleine war, möchte ich das hier mit dir teilen, denn vielleicht hilft es irgendjemanden in den weiten Fernen des Internets.

Dieser Blogpost soll vor allem jenen Neuschwangereren Mut machen, denen es in der Schwangerschaft nicht immer so gut geht. In den Sozialen Netzwerken strahlen die Schwangeren ja um die Wette, sind supermodisch gekleidet, betreiben Sport, besteigen Berge, reisen um die Welt – reißen quasi Bäume aus.

Aber das Leben ist nicht immer so wie es in den Medien vorgegaukelt wird  und ich konnte mich leider mit niemanden austauschen, denn meine Schwangerschaftserfahrungen sind anders, als ich sie bisher von meinem Umfeld miterlebt habe. Halt gab mir dabei mein Mr., der mich immer unterstützte und mein Frauenarzt, mit dem ich in engen Kontakt stand und ihm vollkommen vertraue.

Meine Schwangerschaft – mein Erfahrungsbericht

Da ich mit 38 Jahren zum ersten Mal schwanger wurde, zähle ich zu den sogenannten Spätschwangeren bzw. wird man ab einem Alter von 35 Jahren automatisch als Risikopatientin eingestuft. Bisher habe ich davon allerdings nichts bemerkt, keine Sonderbehandlung oder ähnliches, bis auf dem Combined Test (wo man zu Beginn automatisch als Risikopatientin eingestuft wird ) bin  ich genauso wie jede andere Schwangere auch behandelt worden.

Am Samstag, genau an meinem 39. Geburtstag starte ich bereits in das 7. Monat und wie ich meine ersten 6. Monate erlebt habe, kannst du hier nachlesen:

13 Fakten über meine Schwangerschaft

  1. Die ersten 14 Wochen ging es mir nicht wirklich gut, denn ich litt unter einem enormen Erschöpfungszustand. Die Veränderungen in meinem Körper habe mich stark mitgenommen und ich war quasi dauermüde. Mühsam schleppte ich mich gerade noch in die Arbeit, mehr war aber mit mir nicht mehr anzufangen. Ich war ausgelaugt und total schlapp. Eine aktive Freizeitgestaltung nicht möglich, an Sport oder lange Reisen nicht zu denken.  Ein Zustand der doch stark an der Substanz nagt.
  2. Bisher hatte ich schon 3-mal eine Blasenentzündung, die alle sehr schmerzhaft waren. Dabei muss man alle 20 Minuten aufs Klo, von Schlafen keine Rede mehr, ein Spaziergang unmöglich – ein Zustand den ich wirklich keiner wünsche. Auch eine Medikamenteneinnahme war unvermeidbar.
  3. Desweitern hatte ich eine Scheideninfektion. Diese ist zwar nicht so  schmerzhaft, aber trotzdem sehr unangenehm.
  4. In den ersten 16 Wochen konnte ich ab 17 Uhr nichts mehr essen, da wurde mir immer schlecht. Auch Süßigkeiten konnte ich nicht mehr naschen, da wurde mir sofort übel. Aber das hat ja auch Vorteile, denn man soll ja während der Schwangerschaft gar keine Süßigkeiten essen
  5. Obwohl ich immer total beim Essen aufgepasst habe, musste ich wegen eines schweren Magen-Darm-Infekts in die Notaufnahme gebracht werden. Eine Woche dauerte es bis ich wieder gesund war.
  6. Seitdem ich schwanger bin, kann ich keinen Kaffee mehr trinken. Er schmeckt mir einfach nicht mehr, obwohl ich Kaffee liebte. Aber das habe ich eh schon des Öfteren gehört, dass das bei vielen schwangeren Frauen so ist. Komischerweise genieße ich ab und dann einen Affogato, der schmeckte mir besonders an heißen Tagen total gut.
  7. Ich habe einen Combined-Test gemacht um eventuelle Chromosomenfehlbildungen auszuschließen. Eine Woche mussten wir  auf das Ergebnis warten und ich war so froh, als der Beschied per Post kam und darin stand, dass es dem Baby gut geht. Glücksmomente in der Schwangerschaft!
  8. Ich würde niemals eine Flugreise während der Schwangerschaft machen. Das Risiko wäre mir persönlich viel zu groß und ich würde niemals das Leben meines ungeborenen Kindes aufs Spiel setzen. Ein Kind zu bekommen heißt eben auch mal auf etwas verzichten zu können. Wir haben so lange auf unser Wunschbaby gewartet, jetzt steht für uns bereits unser ungeborenes Kind im Vordergrund bzw. Mittelpunkt unseres Lebens.
  9. Auch ein Organscreening habe ich gemacht um genau zu sehen, ob es dem kleinen Zwergerl eh gut geht und es gesund ist. Zur Zeit läuft alles gut, obwohl ich einen leicht auffälligen Doppler habe. Somit muss ich wieder ins Krankenhaus zur Vorsorge und hoffe, dass auch das nächste Mal alles bestens ist. Auch wenn ich versuche immer positiv zu sein, kommen natürlich immer wieder Ängste und Sorgen hoch.
  10. Ich muss jeden Tag meinen Blutdruck morgens und abends messen.
  11. Ein Outing gab es bei uns erst sehr spät, erst während des Organscreening in der 21. Woche. Unser Frauenarzt hatte zwar einmal einen Verdacht geäußert und wie sich herausstellte lag er damit richtig. Ob wir das Outing öffentlich bekannt geben wissen wir noch nicht, bisher wissen nur ganz wenige Personen das Geschlecht, zwei Freudinnen haben es erraten, weil ich mich verplappert habe Uns war das Geschlecht aber total egal, das wichtigste für den Mr. und mich ist das unser Kind gesund und kräftig zur Welt kommt und es uns allen gut geht
  12. Seit 2 Wochen leide ich unter einem starken Reflux, der mich doch des Öftern in der Nacht wachliegen  lässt. Obwohl ich total beim Essen aufpasse und nun meistens auch auf das Abendessen verzichte, nützt dies leider nichts gegen das lästige Sodbrennen.
  13. Leider habe ich ein totales Verbot für alle Arten von körperlicher Anstrengung bekommen, somit fällt auch das Schwangerschaftsyoga für mich flach, dass ich so gerne gemacht hätte.

Trotz all der Beschwerden, Sorgen und Ängste bin ich doch so dankbar und glücklich das Wunder des Lebens in mir zu tragen. Ich gönne mir viel Ruhe und versuche immer sehr gelassen und ausgeglichen zu sein, damit es das Baby besonders gut hat. Ich hoffe, dass es meinem Zwergerl immer gut gehen wird und es weiterhin wächst, gedeiht und kräftig bleibt. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als ein gesundes Baby im Arm zu halten und den Moment einfach zu genießen, wenn unser Bauchzwergi auf die Welt kommt.

Ich wünsche allen Mitschwangeren hier in den weiten des Netzes alles Gute!

Alles Liebe,

eure Martina

 

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