Kiss me – Küssen unter dem Mistelzweig

Mistelzweig
Im Advent haben Mistelzweige Hochsaison, man kann sie fast überall kaufen. Was aber hat die Mistel eigentlich mit Weihnachten zu tun und warum küssen sich Frauen und Männer unter dem Mistelzweig? Was bedeutet dieser Weihnachtsbrauch, den fast jeder auf der Welt kennt?
Die Frage beschäftigt mich schon seit Längerem und da sie mir bisher keiner beantworten konnte, habe ich mich selbst auf die Suche nach Erklärungen gemacht. Folgende interessante Fakten habe ich bei meiner Recherche herausgefunden:

  • Der, mit bunten Bändern geschmückte, Mistelzweig ist in der Weihnachtszeit kaum mehr wegzudenken. Der Mistelzweig hat auch bereits bei uns in Österreich einen festen Platz gefunden und wird in vielen Häusern an Türrahmen aufgehängt. Im Allgemeinen sagt man, dass es Pärchen (oder solchen, die noch eines werden wollen) lang anhaltendes Liebesglück  bringt, wenn sie sich unter dem Mistelzweig küssen.
  • Erste Aufzeichnungen von diesem romantischen Brauch findet man bereits beim griechischen Fest der Saturnalien (Hauptfest des Gottes Saturn): Steht eine junge Frau unter einem Mistelzweig, darf sie dem Jüngling einen Kuss nicht verweigern, ansonsten riskiert sie ein ganzes Jahr ohne Ehe.
  • Zweite Aufzeichnungen stammen aus dem 18 Jhdt. aus England. Die Menschen dort hängten sich Mistelzweigbälle sogenannte „Küssbälle“ an die Türen oder an die Decken. Steht eine Frau unter dem Kussball, darf sie einen Kuss nicht verwehren.
  • Für die Kelten war die Mistel eine heilige Pflanze, die unter anderem gegen Unfruchtbarkeit helfen sollte.
  • In Skandinavien galt die Mistel als Versöhnungspflanze. Feinde küssten sich unter dem Mistelzweig und schlossen dadurch Frieden.
  • Laut der nordischen Göttersage war der Mistelzweig die heilige Pflanze von Frigga, der Göttin der Liebe. Balder, der Sohn von Frigga sollte von einem Bösewicht getötet werden. Alle Pflanzen der Erde mussten Frigga versprechen, dass sie ihrem Sohn nichts Böses antun werden. Doch Frigga hat vergessen die Mistel zu fragen, da sie hoch in den Bäumen wächst. So wurde ihr Sohn durch einen Mistelzweigpfeil getötet.  Frigga vergoss viele Tränen (die weißen Beeren der Mistel). Nach drei Tagen konnte sie Bader wieder ins Leben zurückholen und vor lauter Freude küsste sie jeden, der unter dem Baum entlang ging, in dem der Mistelzweig gewachsen war. Die Misteln mussten Frigga außerdem versprechen, dass sie von nun an allen, die unter ihnen stehen, einen Kuss als Zeichen der Liebe geben.
  • Steht man heute in England unter einem Mistelzweig darf nur so lange geküsst werden, so lange weiße Beeren am Mistelzweig sind. Bei jedem Kuss muss eine Beere gepflückt werden. Wenn keine Beeren mehr da sind, dann darf auch nicht mehr geküsst werden.
  • In Kanada gilt ein Kuss unter dem Mistelzweig als offizielle Verlobung.
  • Mittlerweile ist der Brauch vom Küssen unter dem Mistelzweig in der ganzen Welt verbreitet und die Menschen finden großen Gefallen an der Tradition.

Meiner Meinung nach kann man im Leben einfach nicht genug küssen und daher finde ich diesen romantischen Weihnachtsbrauch sehr schön. Der Kuss unter dem Mistelzweig ist für mich eine schöne Geste, die zeigt, wie wichtig die Liebe, der Frieden und die Versöhnung ist.  Was sonst kann man sich zu Weihnachten wünschen?!

Weitere interessante Informationen findet ihr hier:
http://www.der-englische-laden.de/mistletoe.htm
http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/bibliothek/mistelzweig.php5
http://www.localnomad.com/de/blog/2012/11/26/warum-kusst-man-sich-unterm-mistelzweig-zu-weihnachten/

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