Kräuterbäder – der wohltuende Kick für die Gesundheit


Im Moment habe ich beruflich echt viel zu tun, daher freute ich mich total als mich meine Bloggerkollegin Isa fragte, ob sie denn für meinen Lifestyleblog einen Gastbeitrag schreiben dürfte. Sehr gerne habe ich das Angebot angenommen und ich bin schon total gespannt wie euch der Blogpost über die Kräuterbäder gefällt. Passend zum Herbstbeginn gibt es zur Zeit wohl nichts Angenehmeres als am Abend in der Badewanne zu liegen, ein gutes Buch zu lesen und sich zu entspannen. Was Kräuterbäder mit der Gesundheit zu tun hat und deren Wirkung, dass erfährt ihr aber jetzt ganz genau, viel Spaß beim Lesen!

Kräuterbäder – der wohltuende Kick für die Gesundheit

Schon seit Jahrhunderten verwendeten die Menschen Kräuterbäder zur Förderung der Gesundheit und zur Heilung von Krankheiten. Die Römer, die Ägypter und die Griechen waren alle von der Wirkungskraft von Kräuterbädern überzeugt.Heute ist die gesundheitsförderliche Wirkung auch wissenschaftlich bewiesen. Die ätherischen Inhaltsstoffe gelangen über die Haut und die Atmung in den Organismus, wo sie je nach Pflanze eine andere Auswirkung haben.

Unterschiedliche Wirkungsweisen von Kräutern

Belebende Wirkung
Wer sich oft müde und schlapp fühlt, kann seinen Körper mit einem Kräuterbad wieder in Schwung bringen. Eine belebende Wirkung haben Pfefferminze, Schafgarbe, Rosmarin, Zitrone und Orange. Je nach Geruchsvorlieben hat man hier einige Pflanzen zur Auswahl. Kräuter mit einem fruchtigen Duft heben außerdem die Stimmung!

Beruhigende Wirkung
Kräuter bringen aber nicht nur den Körper in Schwung, sie können ihn auch beruhigen. Gerade nach einem stressigen Arbeitstag sind Kräuter ideal, um runterzukommen. Für Entspannung sorgen Lavendel, Rosmarin, Melisse, Hopfen, Kamille, Baldrian oder Lindenblüten. Gerade bei Einschlafproblemen lohnt sich der Einsatz von Kräuterbädern. Aber auch vor gefürchteten Prüfungen oder sonstigen Stresssituation zahlt sich eine Behandlung mit den aufgezählten Kräutern aus.

Reinigende Wirkung
Kräuterbäder werden auch zur Hautpflege und Reinigung eingesetzt. Bei trockener Haut sind Ölbäder empfehlenswert, bei fettiger Haut ein Bad mit Badesalz. Kamille wird eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben, auch Hamamelis soll bei Erkrankungen der Haut hilfreich sein. Für trockene Haut eignet sich Hafer, Eukalyptus und Schafgarbe. Ein Kräuterbad hilft außerdem unserem großem Filter- und Reinigungsorgan, der Niere, bei der Ausscheidung von Giftstoffen.

Schmerzlindernde Wirkung
Gegen Kopfschmerzen soll Majoran helfen. Bei Muskelkater oder anderen Gelenksbeschwerden eignet sich die Verwendung von Kräutern mit wärmender Wirkung, gegen Erkältungen helfen ebenfalls spezielle Kräuterpflanzen (siehe unten).

Wärmende, durchblutungsfördernde Wirkung
Das warme Wasser alleine bewirkt schon eine Förderung der Durchblutung und führt zur Lösung von Verkrampfungen. Wacholder soll zu einer verbesserten Durchlässigkeit durch eine Lockerung der Muskulatur führen. Wer unter häufigem Kältegefühl leidet, sollte Ingwer, Cayennepfeffer, Muskat oder Kardamom hinzufügen. Diese heizen dem Organismus kräftig ein, nach dem warmen Bad idealerweise gleich ins Bett schlüpfen.

Erkältungslindernde Wirkung
Im Kampf gegen Erkältungen werden Kräuterbäder des Öfteren als Hausmittel verwendet. Um die Atmung durch die Nase zu erleichtern, helfen Eukalyptus, Fichtennadel und Thymian. Auch Menthol wird zu diesem Zweck verwendet. Thymian regt die Durchblutung an und ist vor allem bei Husten ein gutes Heilmittel. Salbei wird gerne bei Erkrankungen im Atemwegsbereich (Rachen, Nase) verwendet.

Angebote für Kräuterbäder findet man in Wellnesshotels (zB im Schmittenhof im Zell am See), Thermen und in Kurhäusern. Aber auch zuhause kann man ganz einfach so ein wohltuendes Bad herstellen. Dazu muss man aber einige Grundregeln beachten.

Grundregeln für das gesundheitsförderliche Kräuterbad zuhause

  • Alle Kräuter können in getrockneter oder frischer Form verwendet werden. Sie brauchen für ein Bad etwa eine große Hand voll getrockneter Kräuter. Bei der frischen Variante wird die doppelte Menge benötigt.
  • Die Kräuter müssen Sie vor der Verwendung mit einem Liter Wasser aufkochen.
  • Danach gibt man als Emulgator eine Tasse Milch oder Sahne dazu. Diese Milchprodukte haben zusätzlich einen positiven, pflegenden Effekt
  • Die ideale Wassertemperatur ist zwischen 35 – 38 Grad.
  • Eine Badedauer von 10 Minuten eignet sich optimal, um die gesundheitsförderliche Wirkung in vollem Ausmaße auszunutzen. Die maximale Badedauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten.
  • Wer eine Kräuterbadmischung gerne im Vorrat besitzen möchte, kann sich in der Apotheke oder im Drogeriemarkt eine Kräuterölmischung kaufen. Diese ätherischen Öle sind einfach in der Anwendung, der persönliche Aufwand ist gering. Natürlich kann man so ein Kräuteröl auch selbst herstellen. Für Rezepte und Anregungen kann ich dieses Buch „Das natürliche Wohlfühlbuch: Kräuter, Bäder, Tees und Wickel, Alte Hausmittel einfach angewendet“ (www.krautertante.at) empfehlen.
  • Ideal bei Erkältungen ist es, sich gleich nach dem Kräuterbad ins warme Bett zu kuscheln. Somit wird die Wirkung der Kräuter verstärkt.
  • Wer ein Kräuterbad zur Hautpflege verwendet, sollte die überschüssigen Hautschüppchen sanft mit einem Peelinghandschuh entfernen. So können die Wirkstoffe besser einwirken.

Um nachhaltig die gesundheitsförderliche Wirkung von Kräuterbädern zu nutzen, sollte man etwa 3x pro Woche ein Kräuterbad nehmen.

Ich bin Isa, betreibe selbst einen Reiseblog und liebe es, mit Genuss die Welt zu erkunden. Auf meinen Reisen entdecke ich immer wieder neue Heilpraktiken und Heilpflanzen und erweitere somit mein Gesundheitswissen. Mit Kräuterbäder habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen gemacht, ich setzte sie vor allem zur Entspannung und bei Erkältungen ein.

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