Papa du bist super

Bekommt man ein Kind gibt es für die Eltern viele Entscheidungen zu treffen. Eine der ersten wichtigen Fragen lautet dabei: Wer geht in Karenz und wie lange? Für was für ein Karenzmodell wir uns entschieden haben und warum erzähle ich euch heute.

Für uns war von Anfang an klar, dass auch der Mr. in Karenz gehen wird, denn Ella soll möglichst viel Zeit mit beiden Elternteilen verbringen. Der Mr. und ich sind beide für Ella verantwortlich und wir teilen uns die Aufgaben so gut wie nur möglich. Ich genieße es sehr so einen engagierten Daddy an meiner Seite zu haben und auch wenn es längst selbstverständlich sein sollte das Väter sich genauso wie Mütter um die Kinder kümmern, ist dies leider nicht immer der Fall.

Väterkarenz

Wir haben uns daher auch für das Karenzmodell 12+2 entschieden, das heißt, dass der Vater 2 Monate in Karenz geht. Ich finde diese Entscheidung war die beste, die mein Mr. treffen konnte. Ich schätze es auch sehr, dass der Mr. in einer Firma arbeitet, die ihm die Väterkarenz auch bei einer leitenden Tätigkeit ermöglicht. Ella kann so viel Zeit mit ihrem Papa verbringen und diese Zeit ist so wertvoll. Väter gehen mit Kindern einfach anders um als Mütter und das ist auch gut so. Immer wieder kann ich beobachten, dass der Mr. die Dinge anders als ich macht. Aber anders bedeutet ja weder besser noch schlechter, anders eben. Und das ist gut so. Männer sind anders als Frauen. Gott sei Dank, oder!?

Väterkarenz, das können wir uns nicht leisten

Spricht man über das Thema Väterkarenz kommt immer wieder mal das Thema Finanzen ins Spiel. Und ja, gehen Väter in Karenz ist es meisten so, dass man große finanzielle Einbußen als Familie hat. Auch in unserem Fall ist das so, denn ich verdiene um einiges weniger als mein Mr. Wir gehören da zu den typischen österreichischen Familien. Aber dennoch haben wir entschieden, dass der Mr. in Karenz geht, denn diesen Luxus von Zeit mit Ella wollten wir uns und besonders unserer Tochter einfach geben. Und meiner Meinung nach sollte dieses Denken Familien motivieren, dass der Mann die Väterkarenz in Anspruch nimmt.

Zeit mit den Kindern zu verbringen, das ist Luxus pur, nichts anderes.

Nicht der Schiurlaub im Winter, das neue Auto oder hippe Klamotten. Aber auch wir Frauen sollten vielleicht nicht immer so fordernd sein und die Zeit, welche die Väter mit den Kindern verbringen mehr schätzen. Ja, für 2 Monate ist das Familieneinkommen geringer. Aber das kann man sich einteilen, indem man auf materielle Dinge verzichtet und die immateriellen Dinge an die oberste Stelle bringt.

Ich werde auch 1,5 Jahre bei Ella zu Hause bleiben, da ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass mein kleines Mädchen schon mit einem Jahr in die Krabbelstube geht. Auch wenn ich für einige Monate dann kein eigenes Einkommen habe, die Zeit mit Ella zu verbringen ist mir wichtiger und ist mein Luxus denn ich mir gönne.

Wir sind einfach eine Luxus-Family: Luxus in Quality Time.

Ich bin so dankbar meinen Mr. an meiner Seite zu haben, er ist der beste Daddy für Ella und keiner könnte sie besser zu einem mutigen, offenen, freundlichen und liebevollen Mädchen heranziehen als er. Ich liebe dich Mr., ich liebe Ella, ich liebe uns als Familie.

Alles Liebe,
eure Martina

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2 Comments

  • Reply
    Jenny
    3. August 2018 at 07:02

    Hi Martina, ich finde den Beitrag wunderschön geschrieben Wir stehen auch gerade vor der „Auswahl“ der Karenz und ich denke wir werden es ähnlich machen. Wenn dein Mr. in Karenz geht, gehst du während der Zeit arbeiten oder bleibt ihr gemeinsam zu Hause, da du ja schreibst du bleibst 1,5 Jahre zu Hause. Ich hab das noch nicht so ganz durchblickt ob das Möglich ist und wie ich das rechtlich am besten anstelle. Freue mich auf deine Inputs! lg Jenny

    • Reply
      Martina
      7. August 2018 at 06:31

      Liebe Jenny! Vielen lieben Dank! Ja, ich bin in der Zeit auch zu Hause und das ist echt das Schönste was es gibt! Viele Mütter sparen sich den Urlaub auf und verwenden diesen dann während der Väterkarenz, damit sie auch Zeit zu dritt haben. Das ist nur eine Möglichkeit, kommt halt auch immer auf den Beruf und den Arbeitgeber drauf an. Ich wünsche dir, dass es bei dir auch so klappt! Alles Liebe, Martina

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