Carl-von-Stahl-Haus – Wandern in den Berchtesgadener Alpen

[Werbung wegen Ortsnennung] Im Spätsommer startet ja erst die Wandersaison so richtig los. Und da das Wandern ja zu meinen Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehört, werde ich euch demnächst sicher noch über die ein oder andere Bergtour berichten. Heute möchte ich euch von meiner Bergwanderung zum Carl-von-Stahl-Haus im Nationalpark Berchtesgaden berichten.

 Wandern in den Berchtesgadener Alpen

Ursprünglich sollte es eine zweitägige Bergwanderung mit Übernachtung im Carl-von-Stahl-Haus werden. Der Plan war, von Golling (Salzburg Land)  zum Carl-von-Stahl-Haus zu wandern. Eine schöne Tagestour für den Zustieg zur Hütte (über 5 Stunden Gehzeit, Aufstieg: 1 227 m). Bei der Hütte wollten wir übernachten um am nächsten Tag das Hohe Brett und eventuell auch  noch den Hohen Göll zu besteigen.
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Tja, manchmal kommt es anders als geplant, denn schon bei der Hinfahrt nach Golling begann es in Salzburg stark zu regnen. Daraufhin haben wir den Hüttenwirt angerufen und ihn um seine Meinung bezüglich des Wetters und dem Zustieg zur Hütte gebeten. Der Hüttenwirt riet uns von der Berchtesgadener Seite zum Carl-von-Stahl-Haus zu gehen, da es auf dieser Seite nicht regnen würde. Gesagt getan und so kam alles anderes als geplant.

Wanderung zum Carl-von-Stahl-Haus

Vom Parkplatz Hinterbrand ging nun unsere Wanderung zur Hütte los. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig (Tagespreis 3 € ) und wer länger bleibt muss die Gebühr im voraus bezahlen. Rund 400m vorher (am Beginn des Aufstiegs zum Hohen Göll) kann man aber auch gebührenfrei parken.
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Von hier aus geht man in 2,5 h Stunden zum Carl-von-Stahl-Haus. Die Tour würde ich als leicht einstufen. Sie dauert nicht wirklich lange, aber es geht doch ständig steil bergauf.  Im Grunde eine perfekte Tagestour mit Aufstieg, Stärkung in der Hütte und Abstieg zum Beispiel über den Anstiegsweg.

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Die Tour ist vom Ausblick her sehr empfehlenswert und bietet einen herrlichen Blick zum Beispiel auf den Watzmann oder das Steinerne Meer. Überhaupt hat mich der Nationalpark Berchtesgaden sehr beeindruckt. Wunderschöne Natur, atemberaubende Ausblicke und alle Wege sind sehr gut beschildert bzw. markiert.
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Nachdem wir das Carl-von-Stahl-Haus erreicht hatten und wir mit dem Wetter Glück hatten, denn es regnete kein einziges Mal, wollten wir noch den Schneibstein besteigen. Der Aufstieg von der Hütte zum Schneibstein sollte 2 h dauern und da wir noch Energie hatten, entschieden wir uns spontan für die Wanderung.
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Denkste, denn kaum hatten wir unser Quartier bezogen (ein Doppelzimmer in der Hütte, schließlich war das meine erste Hüttenübernachtung, aber dazu später noch mehr) begann es dermaßen zu regnen, dass wir so froh waren, bereits heil und trocken in der Hütte zu sein.

Das Carl-von-Stahl-Haus

Das Stahlhaus ist eine Hütte des Österreichischen Alpenvereins im Nationalpark Berchtesgaden. Aufgrund der doch leichten Erreichbarkeit ist das Carl-von-Stahl-Haus ein beliebtes Ausflugsziel und auch Ausgangspunkt für größere Bergtouren wie zum Beispiel der Hohe Göll.

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Für mich war es die erste Hüttenübernachtung und dich war doch sehr gespannt darauf. Wir hatten ein Doppelzimmer im Stahlhaus, das recht hübsch hergerichtet war und einen tollen Ausblick auf die Bergwelt bot. In der Hütte gab es einen Duschraum und einen separaten Waschraum mit WC.

Sich diese Räumlichkeiten mit dem männlichen Geschlecht zu teilen war für mich doch schon sehr gewöhnungsbedürftig. Irgendwie finde ich es nicht so prickelnd, beim Zähneputzen meinen Nachbarn bei der Mundhygiene mit Zahnseide zu sehen.

Nun gut, Gott sei Dank hatte ich ein Doppelzimmer mit meinen Mr., denn komische Schnachgeräusche von fremden Männer das kann ich dann schon gar nicht gebrauchen und überhaupt brauche ich Stille und Ruhe bei meinem Nachtschlaf. Well, zimperlich darf man hier auch nicht sein, denn die Wände in den Schlafräumen sind so dünn, dass man den schnarchenden Nachbarn im Nebenzimmer nämlich trotzdem hört. Arrggggh!!!!

Für alle die das ersten Mal eine Hüttenübernachtung machen, bitte nehmt euch meine Worte jetzt zu Herzen. Macht euch niemals auf eine Bergtour ohne Ohropax im Rucksack eingepackt zu haben. Lebenswichtig wer einen ruhigen gesunden Schlaf nach dem Wandern möchte und vor allem fit für den nächsten Tag sein möchte. Okay, man sagte mir ein paar Schnapserl würden auch reichen, aber das habe ich nicht ausprobiert

Belohnt wird man aber mit einer Top-Aussicht beim Aufwachen und dieses Gefühl ist einfach unbeschreiblich schön!
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Der Pfaffenkegel

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Gegen Abend, als es zu regnen aufhörte, machten wir uns noch auf zum Pfaffenkegel, dem Hausberg des Stahlhaus. Von der Hütte aus sieht man bereits das Gipfelkreuz und in gut 20 Minuten steht man dann auch schon ganz oben. Man wird belohnt für die Mühe, die Aussicht ist grandios!
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Tourdaten

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag zuerst das Hohe Brett und dann den Hohen Göll besteigen. Bereits beim Aufstieg begann es aber zu regnen und da man im alpinen Gelände keinen Risiken eingehen sollte, haben wir die Tour abgebrochen und sind wieder zurück zum Stahlhaus und haben dann über die Königsalm den Abstieg gemacht.

Ausgangspunkt: Parkplatz Hinterbrand (1 120 m)
Gehzeit zum Stahlhaus (1 730 m): 2,5h
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
Höhenunterschied: 610 m

Fazit

Unverhofft kommt oft, aber Sicherheit geht vor und trotz des schlechten Wetters hat mir der Ausflug in den Nationalpark Berchtesgaden sehr gut gefallen. Die gegangene Bergwanderung kann ich euch empfehlen und sie auch für Kinder gegeignet. Das Stahlhaus hat eine sehr gute Küche und die Räumlichkeiten sind alle sehr gepflegt.

Ich wünsche euch einen schöne Wanderzeit und einen schönen Altweibersommer!

Alles Liebe,

Martina

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2 Comments

  • Reply
    Doris
    22. August 2016 at 17:04

    Schaut nach einer wirklich wunderschönen Wandertour aus. Ich kenne diese Gegend gar nicht. Danke für die Inspiration. Lg Doris

    • Reply
      Martina
      22. August 2016 at 20:03

      Da solltest du unbedingt auch mal hin, Doris, war wirklich traumhaft schön! glg M.

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