Wanderung zum Plöckenstein – Ahoi&Hallo vereint

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[Werbung wegen Ortsnennung] Der Sommer ist bald vorbei, wer sich aber auch im Herbst ein wenig Urlaubsfeeling holen möchte, dem empfehle ich eine Grenzwanderung im Böhmerwald zu machen. Bei einer Wanderung zum Plöckenstein hört man neben dem üblichen „Hallo“ oder „Grias di“ nämlich ganz oft ein aufmunterntes „Ahoi“ von unseren tschechischen Nachbarn.

Viele Wege führen zum Plöckenstein und im Internet findet man auch einige Vorschläge für Rundtouren. Nichtsdestotrotz gestalteten wir aber unsere Wanderung selbst, da die Wegmarkierungen in der Region Böhmerwald wirklich gut sind und es zahlreiche Varianten für eine Wanderung gibt.

Wanderung zum Plöckenstein

Unser Ausgangspunkt war der Parkplatz bei der Schiarena Hochficht. Um diese Jahreszeit findet man ganz leicht einen Parkplatz und kostenlos ist der auch. Zu Beginn führte uns der Weg entlang einer Forststraße. Bald schon erreicht man die Grenze zwischen Österreich und Tschechien.

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Die nächste Etappe führt durch einen Wald mit vielen Steinen. Immer wieder kommt man an einem Grenzstein vorbei.
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Später wird die Aussicht schon besser. Von nun an geht es immer der Grenzlinie entlang bis zum Gipfel des Plöckensteins.
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Auf dem Weg sieht man sehr viele Ebereschen (Vogelbeerbaum) und schon bald hat man einen ersten tollen Ausblick auf den Moldaustausee.
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Nach einem letzten anstrengenden Aufstieg sieht man schon das Gipfelkreuz. Die letzten Meter bis zum Gipfel sind dann eher gemütlich zu wandern bevor man es endlich geschafft hat
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Die Aussicht ist weitblickend und irgendwie anders als gewohnt. Überall abgestorbene und abgebrannte Bäume.

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Daher machen wir uns schnell auf zum Adalbert-Stifter-Denkmal. Dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Plöckensteiner See. Hier gefällt es mir viel besser und die Aussicht lädt zum Träumen ein.

Wie sagte doch der Dichter Stifter: „Oft entstieg mir ein und derselbe Gedanke, wenn ich an diesen Gestaden saß: – als sei es ein unheimliches Naturauge, das mich hier ansehe – tiefschwarz -, überragt von der Stirn und der Braue der Felsen, gesäumt von der Wimper dunkler Tannen – drin das Wasser regungslos, wie eine versteinerte Träne.“

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Vom Adalbert-Stifter-Denkmal geht der Weg dann bergab direkt zum Plöckensteiner See. Auf dem Weg habe ich das erste Mal in meinem Leben einen Fliegenpilz gesehen. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Die sehen ja schon besonders giftig (ja, ich weiß, sie sind es auch) und magisch aus. Besonders, halt.

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Am Plöckensteiner See gefällt es mir so richtig gut. Hier machen wir eine kleine Rast. Es gibt auch Tische und Bänke für die Jause. Hütten oder Gasthäuser gibt es bei der Wanderung nicht, deshalb sollte man im Rucksack schon eine kleine Stärkung mittragen.

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Vom Plöckensteiner See mussten wir dann noch einige Höhenmeter überwinden, diese führten uns wieder Richtung Plöckenstein. Bei einer Abzweigung konnte man dann wieder auf den Plöckenstein hinauf gehen oder wie wir den gleichen Weg zurück wandern.

Leider hat mein Handy ein bisschen verrückt gespielt und somit habe ich keine genauen Angaben zu der Wanderung. Wir waren aber bei unserer Rundtour insgesamt 5 Stunden unterwegs.

Fazit: Die Region Böhmerwald mit dem höchsten Gipfel des Mühlviertels den Plöckenstein hat mir sehr gut gefallen. Flora und Fauna sind ganz anders als in meiner Lieblingsregion dem Salzkammergut, aber nicht minder schön.
Die Wanderung würde ich als mittel einstufen, da sie doch relativ lange gedauert hat.

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